Instagram-Bio optimieren: Was Selbstständige in 20 Minuten verbessern können

Instagram-Bio optimieren: Was Selbstständige in 20 Minuten verbessern können

Dein Profil sieht gut aus. Gefunden wirst du trotzdem nicht.

Wenn ich mir ein Instagram-Profil anschaue, suche ich nicht nach dem Firmennamen. Ich tippe die Leistung in die Suche. Plus Ort.

Also das, was jemand eingibt, der den Betrieb noch gar nicht kennt.

In vielen Fällen taucht das Profil dort nicht auf. Die Bilder sind stimmig, die Bio ist freundlich formuliert, die Highlights sind sortiert. Sichtbar ist das Profil trotzdem nur für Leute, die den Namen schon kennen.

Schade, weil der Fix meistens zwanzig Minuten dauert.

Instagram ist auch eine Suchmaschine

Die meisten behandeln ihr Profil wie eine Visitenkarte: Hier bin ich, das mache ich, schön dass du da bist.

Dabei wird in Instagram gesucht. Nach Leistungen, nach Orten, nach Themen. Besonders jüngere Zielgruppen starten ihre Suche nicht bei Google, sondern direkt in der App.

Und eine Suche braucht etwas, woran sie andocken kann. Genau daran scheitern die meisten Profile.

Die Felder, auf die es ankommt

1. Das Namensfeld: die wertvollste Zeile

Instagram hat zwei Felder, die leicht verwechselt werden:

  • den Usernamen — das @handle, also deine Adresse
  • den Namen — die fette Zeile darüber

Beide werden von der Instagram-Suche berücksichtigt. Der Username ist meistens gesetzt, es ist dein Firmenname. Beim Namensfeld hast du dagegen freie Wahl. Dreißig Zeichen.

Und genau dort steht bei den meisten noch einmal der Firmenname. Also eine Information, die eine Zeile tiefer ohnehin steht.

Besser: Leistung plus Ort oder Zielgruppe.

  • „Webdesign & SEO | Oberberg“
  • „Physiotherapie Gummersbach“
  • „Steuerberatung für Handwerk“
  • „Hundetraining Rhein-Berg“

Das sieht weniger elegant aus als ein schlichter Name. Dafür taucht es auf, wenn jemand genau danach sucht.

Ein Hinweis: Ändere das Namensfeld nicht ständig. Instagram begrenzt, wie oft du es in kurzer Zeit anpassen kannst. Einmal überlegen, einmal eintragen.

2. Die erste Zeile der Bio

Du hast 150 Zeichen. Angezeigt wird davon nur ein Teil, der Rest verschwindet hinter dem „mehr“.

Was hinter diesem „mehr“ steht, liest kaum jemand.

Also gehört nach vorn, was zählt: für wen du arbeitest und was du für diese Leute tust.

Was eher nicht nach vorn gehört: seit wann es dich gibt, wie sehr du für dein Handwerk brennst, und Begriffe wie „leidenschaftlich“, „mit Herzblut“ oder „ganzheitlich“. Das steht auf fast jedem Profil und trennt dich von niemandem.

Ein guter Test: Deck deinen Namen ab und lies nur die Bio. Wäre klar, was du anbietest? Wenn die Bio auch zu fünf anderen Betrieben passen würde, ist sie zu allgemein.

3. Der Standort

Wenn du lokal arbeitest, gehört der Ort ins Profil — am besten gleich zweifach: im Namensfeld und im Bio-Text.

Für Betriebe mit festen Räumen lohnt sich außerdem die Adresse im Profil. Dann erscheint eine Karte, und Leute können die Route direkt öffnen.

4. Der Link: ein Ziel statt neun

Du hast eine Stelle, an der ein Klick aus deinem Profil herausführt. Diese Stelle ist zu wertvoll für eine Linksammlung.

Überleg dir, was der nächste Schritt sein soll. Anruf, Terminbuchung, eine bestimmte Leistungsseite, der Newsletter. Dieser eine Schritt gehört hinter den Link.

Linktree und ähnliche Dienste haben ihre Berechtigung, wenn du wirklich mehrere gleichwertige Ziele hast. Meistens ist das nicht so — und jede zusätzliche Kachel kostet dich Klicks auf die eine Seite, die wirklich zählt.

Was dabei oft übersehen wird: Dieser Link bringt dir auch Besucher auf deine Website. Führt er auf eine Startseite, die lange lädt oder auf dem Handy unübersichtlich ist, verpufft die Arbeit am Profil an genau dieser Stelle.

5. Highlights: nur, was jemand wirklich sucht

Highlights sind kein Archiv. Sie sind die Antwort auf die Fragen, die dir ohnehin ständig gestellt werden.

Vier bis sechs reichen. Sinnvolle Themen sind:

  • Leistungen oder Angebot
  • Ergebnisse, Projekte, Vorher-Nachher
  • häufige Fragen, zum Beispiel zu Preisen oder Ablauf
  • wer dahintersteckt

Benenne sie so, wie deine Kunden sprechen. „Ablauf“ verstehen mehr Leute als „Journey“.

6. Das Profilbild

Bei kleinen Unternehmen und Selbstständigen funktioniert ein Gesicht meistens besser als ein Logo — es ist auf dem Handy schlicht besser erkennbar.

Bei Betrieben mit einem eingeführten Namen kann das Logo sinnvoll sein. Dann sollte es so beschnitten sein, dass im runden Ausschnitt noch etwas zu erkennen ist. Ein vollständiger Schriftzug wird in dieser Größe zu Matsch.

Was die Bio nicht leisten kann

Ein optimiertes Profil sorgt dafür, dass man dich findet und einordnen kann.

Es ersetzt aber nicht die Stellen, an denen die meisten Kaufentscheidungen tatsächlich beginnen. Wer eine neue Heizung braucht, eine Beratung sucht oder einen Handwerker für ein größeres Projekt, der tippt das bei Google ein. Oder inzwischen auch in ChatGPT.

Instagram ist für Vertrauen und Beziehung stark. Für die aktive Suche nach einer Leistung sind das Google-Unternehmensprofil und deine Website die Orte, an denen du gefunden wirst.

Am besten funktioniert beides zusammen: Instagram zeigt, wie du arbeitest. Google und die Website sorgen dafür, dass man überhaupt auf dich stößt.

Häufige Fragen:

Brauche ich ein Business-Profil oder reicht ein normales?

Für Unternehmen lohnt sich das Business- oder Creator-Profil. Nur dort bekommst du Statistiken, Kontaktbuttons und die Möglichkeit, eine Adresse zu hinterlegen. Die Umstellung ist kostenlos und dauert zwei Minuten.

Helfen Keywords in der Bio bei der Suche?

Teilweise. Gesichert ist, dass Name und Username durchsucht werden. Wie stark der Bio-Text einfließt, ist nicht offiziell bestätigt. Keywords dort schaden nicht — verlass dich aber nicht darauf, und stapel sie nicht.

Wie oft sollte ich die Bio ändern?

Selten. Wenn sich dein Angebot ändert, passt du sie an. Monatliche Umbauten bringen nichts und machen dein Profil für wiederkehrende Besucher unruhig.

Und jetzt?

Öffne dein Profil. Lies die obersten drei Zeilen so, als würdest du dich zum ersten Mal sehen.

Und ändere eine Sache. Am besten das Namensfeld.

Wenn du danach wissen willst, wie dein Profil im Zusammenspiel mit Google und deiner Website dasteht: Genau das schaue ich mir im Sichtbarkeits-Check mit dir an.

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Isi Online Marketing Lindlar

Wer hier schreibt?

Ich bin Isi. Online Marketing Managerin und Sichtbarkeits-Strategin. Ich analysiere, wo du bei Google gefunden wirst und wo nicht. Ohne Blabla, mit klarem Fahrplan.

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